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Kreuzberg verteidigt Regely-Titel

Spielszene aus dem Finale © Kerem GülDie LG Kreuzberg siegte bei der 30. Auflage des Ewald-Regely-Gedächtnisturniers. Das Turnier bot ein buntes Rahmenprogramm, unter anderem gab es auf dem Paket Tanz- und Futsal-Einlagen. Nach dem wir als Veranstalter des 29. Turniers mit großem Erfolg und sehr viel positiver Resonanz die ü30-Regelegung eingeführt hatten, wäre Sie uns diesmal fast zum Verhängnis geworden. Sven Kurenbach amtierte als souveräner Leiter beim Turnier, Norbert Kollar hatte vergessen einen Freitermin zu melden, Horst Tscherner wollte am Vortag besonders motiviert trainieren und lag dann am Abend mit einem Hexenschuss im Bett und so weiter und so fort. Letztendlich blieb ich als letzter ü30-Vertreter übrig und musste somit jedes Spiel durchspielen. War das ein gutes Omen? Nun ja, als Rekordsieger haben wir uns nicht präsentiert und ich will es positiv formulieren, wir sind jedenfalls nicht negativ aufgefallen.

Im Auftaktspiel konnten wir noch ein 0:0 gegen die Lehrgemeinschaft Treptow erzielen, im zweiten Spiel mussten wir uns unter tatkräftiger Mithilfe unseres Torwarts 0:3 gegen die Spielgemeinschaft der Lehrgemeinschaften Mahrzahn und Weißensee geschlagen geben. Auch im ersten Spiel der Zwischenrunde gerieten wir schnell in Rückstand und konnten gegen eine starke Mannschaftsleistung der LG Wedding/Oslo nichts ausrichten, die Partie endete 0:3.

Im vierten und für uns schon absehbar letzten Spiel ging es dann gegen unsere Kumpels von der LG Charlottenburg. Nun wollten wir nicht schon wieder verlieren und wenigstens den Einzug unseres Gegners ins Halbfinale verhindern.

Nachdem Claudio sich als Alternative zu Fabian nicht gerade aufgedrängt hatte, stand ich in diesem Spiel im Tor (manche behaupten auch, dass ich sowieso nicht mehr laufen konnte) und endlich zeigten wir eine kämpferische Leistung und konnten nach 0:1-Rückstand noch ein kurioses Tor zum 1:1 erzielen. Es muss am Torwart gelegen haben.

Begleitet wurde das Turnier (zumindest die Hälfte) von zahlreichen Fersehteams und Reportern, leider waren Sie nicht so sehr an unseren sehenswerten Spielzügen, sondern an Informationen zu den aktuellen Ereignissen interessiert. Schade, dass sich solch eine öffentliche Resonanz nicht durch positive Schlagzeilen erreichen lässt. Der BFV-Präsident Bernd Schultz, der Geschäftsführer Dirk Brennecke sowie unser VSA-Vorsitzende Gerhard Müller gaben reichlich Interviews und als die Pressevertreter mitbekamen, dass wir nur Fußballspielen wollen und ansonsten ganz normale Leute sind, zogen sie sich dann auch langsam zurück.

Als Auflockerung des Turniers gab es in den Pausen einen Auftritt des Berliner Karnevals-Prinzenpaars inklusive Funkenmariechen (kommt hier jemand aus dem Rheinland?) und ein Futsal-Spiel in dem zahlreiche bekannte Schiedsrichterdamen, Schiedsrichter und andere Prominente mitwirkten (ihr hättet kommen sollen!). Pro geschossenes Tor spendierte ein Sponsor 25 Euro für den guten Zweck und musste am Ende 300 Euro (na, schon die Anzahl der Tore ausgerechnet?) berappen. Ein voller Erfolg!

Im Endspiel konnte die Lehrgemeinschaft Kreuzberg den Titel dann gegen die Lehrgemeinschaft Reinickendorf erfolgreich verteidigen und steht damit eventuell wieder als Veranstalter des nächsten Turniers bereit!?!

Das Organisationsteam um Stefan Paffrath, Markus Ombeck und Dominik Höch hat ein tolles Turnier, ein tolles Turnierheft und eine noch viel bessere Party (siehe weitere Nachricht) auf die Beine gestellt. Wer nicht da war, hat wirklich etwas verpasst. Vielen Dank an die Organisatoren.

Ein Bericht von Nils Kulinna