Beiträge

U15-Mädchen-Länderpokal

Bericht von Mareike Glensk - © privatMareike Glensk über DFB U 15-Juniorinnen-Länderpokal in Duisburg und den dazugehör igen Sichtungslehrgang junger Schiedsrichterinnen.

Vom 1.6. bis 5.6.2011 wurde in der Sportschule Duisburg-Wedau bei optimalen Bedingungen und traumhaftem Wetter der Länderpokal der U15-Juniorinnen ausgetragen. Bei diesem konnten sich die Spielerinnen der 21 Landesauswahlmannschaften sportlich messen, den DFB-Scouts präsentieren, um sich für die U15-Nationalmannschaft zu empfehlen und zeigten den Zuschauern sehr fairen sowie attraktiven Fußball. Geleitet wurden die insgesamt 55 Spiele von 21 Schiedsrichterinnen aus 17 Landesverbänden, die sich ebenfalls mit guten Leistungen bei der Schiedsrichter-Kommission um Jürgen Weber, Lutz Wagner und Caroline Rudolph sowie den Beobachtern Karl-Heinz Schleicher, Antje Witteweg und Jörg Toschek empfehlen wollten.

Aber bevor die Spiele ausgetragen wurden, mussten wir Schiedsrichterinnen bereits einen Tag vorher anreisen, um einem Leistungstest zu absolvieren. Dieser sollte ursprünglich aus 6x40 Meter Sprints und 20 Intervallläufen von 150/50 Meter in 35/45 Sekunden bestehen, doch da es den ganzen Tag geregnet hatte und die Laufbahn unter Wasser stand, blieben uns die Sprints erspart, um Verletzung zu vermeiden. Alle Schiedsrichterinnen meisterten die Intervalle auch mit Bravour und demonstrierten, dass sie sich vorbildlich auf den Lehrgang vorbereitet hatten.

Am nächsten Morgen stand dann die Turniereinweisung an, bei der die einheitliche Regelauslegung besprochen wurde. Mit informativen Vorträgen, einer DVD-Schulung sowie praktischen Übungen wurden die Schwerpunkte »Foulspielbewertung«, »Zusammenarbeit mit den Assistenten« und »persönliche Strafen« thematisiert und ausführlich besprochen, wodurch wir gut vorbereitet die Spiele leiten konnten.

Das gesamte Turnier verlief in einem sportlich sehr fairen Rahmen ab, so dass wir Schiedsrichter nur selten persönliche Strafen aussprechen oder Elfmeter verhängen mussten. Nichts desto trotz wurden alle Schiedsrichterinnen in den Spielen gefordert und die gemeinsame Einweisung und Absprachen zahlten sich aus. Jedes Spiel wurde beobachtet und zusammen besprochen und ausgewertet, wovon alle Schiedsrichterinnen profitieren konnten. Hatten wir am ersten Tag bereits unsere Fitness unter Beweis gestellt, demonstrierten wir nun auch bei den Spielleitungen, dass wir etwas vom Pfeifen verstehen, was sich in den durchweg guten Beobachtungsnoten widerspiegelte. Als besonderes Highlight wurden einige Spiele gefilmt, so dass einigen Schiedsrichterinnen die Möglichkeit gegeben wurde, sich einmal selber beim Pfeifen zu sehen, wodurch die angesprochene Kritik nachvollziehbarer wurde.

Am letzten gemeinsamen Abend wurden wir vom DFB mit einem leckeren Buffet verwöhnt, welches eine gelungene Abwechslung zur Kantine der Sportschule darstellte. Hervorzuheben ist hierbei, dass trotz des sportlichen Ehrgeiz und auch des Wettkampfcharakters sowohl bei den einzelnen Mannschaften als auch bei uns im Schiedsrichterteam der Fair Play-Gedanke sowie das gemeinsame Miteinander im Vordergrund stand und sich in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre widerspiegelte.

An dieser Stelle möchte ich mich zum einem beim Berliner Schiedsrichterausschuss bedanken, dass sie mich für den Lehrgang vorgeschlagen haben, zum anderen aber auch bei der Lehrgangsleitung, die einen unvergesslichen und sehr lehrreichen Länderpokal ermöglicht haben. Aus den Spielleitungen und deren Auswertungen nehme ich neben wichtigen Erfahrungen auch viele Hinweise und Tipps für die Zukunft mit und hoffe, dass ich mich weiter verbessern kann, aus meinen Fehlern lerne und an den besprochenen Entwicklungsschwerpunkten arbeite, so dass dieser Lehrgang hoffentlich nicht der letzte gewesen ist.